Atelierbesuch: Malerin Angelika Jelich begruesst 2008 mit einem farbenfrohen Kalender

MÜNSTER – Eine Seitenstrasse unweit des Picasso-Museums, fernab vom grossen Trubel. Das Mietshaus wirkt unscheinbar. Wenn sich jedoch die obere Wohnungstür öffnet, erwartet den Besucher ein Farbenrausch.
Hier lebt und arbeitet die Kuenstlerin Angelika Jelich – wenn sie gerade nicht in New York ausstellt.

Bilder wie Gobelins

Ob brasilianische Landschaften oder sinnliche Frauenportraets: Die Kuenstlerin geht der Farbe auf den Grund: ,,Sie ist fiir mich Lebensimpuls fur meine Malerei und schoepferischer Energietraeger.”
Farbschichten werden herausgeritzt, wieder zugedeckt oder schimmern einfach nur durch. Mit Fingerspitzengefuehl traegt Jelich die Farben zart und getupft auf. Die Raumtiefe voll ausschoepfend, entstehen figurative und abstrakte Arbeiten in Mischtechnik, Kohle, Kreide, Grafit, Acryl und Oel. Ein besonderer Hingucker: Die ..Gobelin Paintings”, eine Serie gross-formatiger Arbeiten auf Leinwand, die locker an der Wand haengen wie hauchduenne Teppiche und Erinnerungen an franzoesische Tapisserien wachrufen. Auf ihrem Faltenwurf tanzt das Spiel von Licht und Schatten

Selbst gemachte Fotos ubermalt Jelich mit 0el und Acryl, so dass vollig neue
Eindruecke entstehen, etwa vom Sonnenparadies Mallorca. Denn reine Abbilder der Wirklichkeit will sie auf keinen Fall schaffen. Immer gibt es eine bewusste Distanz durch Verfremdungseffekte.
In ihrem Kalender ,,K6nigskinder 2008” prasentiert Angelika Jelich froehliche Gestal-
ten, die verschmitzt mit den Augen zwinkern und gewiss Glueck furs neue Jahr bringen. Als Vorbild der Figuren diente ihr fünfjaehriges Enkelkind Felicity, das in New York lebt und meistens froehlich laechelt. Die Originalzeichnungen wurden durch verschiedene Druckverfahren zu den strahlenden Kalender-Kindern.

Freude in New York

Ohnehin entfaltet Angelika Jelich die Magie der Farben so leuchtend, dass sie Herz und Seele anspricht. In einer New Yorker Galerie riss denn auch ein Kunde sofort eines ihrer Bilder aus ihrer Arbeitsmappe: ,,Das muss ich haben!” Die Leichtigkeit ihrer Arbeit iibertraegt sich sehr schnell. Man verlaesst das Atelier mit einem guten Gefuehl. Ihre Bilder sorgen fiir Urlaub im Kopf. Peter Sauer

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